Jugendhilfe

Jugendhilfe
nachhaltig gedacht

Jugendhilfe von Jonas Better Place

DIE JONAS BETTER PLACE STIFTUNG GGMBH IST EIN GEMEINNÜTZIGER UND ZERTIFIZIERTER TRÄGER DER JUGENDHILFE.

Unter diesem Dach bieten wir verschiedene Betreuungsmodelle von teilbetreuten bis hin
zu vollbetreuten Wohngruppen an. Unser pädagogisches Personal stabilisiert die Jugendlichen,
begleitet sie im lebenspraktischen Bereich und unterstützt die Zielgruppe
bei der schulischen, sozialen und kulturellen Integration.

Die Jonas Better Place Stiftung gGmbH betreut junge Menschen in Einrichtungen der stationären Jugendhilfe und als Träger der Ambulanten Jugendhilfe. Mit systemisch-lösungsorientierter Herangehensweise unterstützen wir die Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei der Entwicklung von handhabbaren Zielen für ihre Zukunft. Wir gestalten den pädagogischen Alltag mit Blick auf die vorhandenen Ressourcen, um die Autonomie der Jugendlichen zu erhöhen. Durch gemeinsame Erlebnisse eröffnen wir den Erfahrungsspielraum zur Stärkung der Selbstwirksamkeit und Teilhabe an der Gesellschaft.
Wir haben gemeinsam ein Leitbild entwickelt, welches wir in der Praxis leben. Die Jonas Better Place Stiftung gGmbH unterliegt hohen Qualitätskriterien, welche durch die Zertifizierung nach DIN ISO 9001 überwacht wird und unserer Qualitätspolitik obliegt.
Unser Beschwerdemanagement gewährleistet eine Kultur der Offenheit, die Wahrung der Rechte der Jugendlichen, die Wahrnehmung ihrer Interessen, ihre Beteiligung und ihren Schutz.
Der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung nach § 8a SGB VIII sowie die Handreichung für Prävention zum Schutz vor Gewalterfahrung in teilstationären und stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sind zentrale Arbeitsmittel. Zusätzlich werden interne Standards entwickelt, die für jede Fachkraft verbindlich sind.
Im Rahmen der regelmäßigen Teamsitzungen werden neben organisatorischen Themen vor allem die Entwicklung der jungen Menschen reflektiert.
Begleitet wird das pädagogische Team durch regelmäßige Team- und Fallsupervisionen und ein internes Schulungscurriculum zur Fort- und Weiterbildung. Oberstes Prinzip sind unsere Vereinbarungen zu „Führung und Zusammenarbeit“. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verpflichten sich unserem ethischen Verhaltenskodex, welcher im Leitbild einsehbar ist.

Seit August 2020 sind wir Mitglied im VPK Landesverband Bayern e.V., einem von 11 Landesverbänden, die im Bundesverband privater Träger organisiert sind. Der VPK ist bundes- und länderweit in allen wichtigen Arbeitskreisen und Gremien der Kinder-und Jugendhilfe vertreten, um als Interessenvertretung Einfluss auf Politik und Gesellschaft im Bereich der Kinder-und Jugendhilfe zu nehmen. Insgesamt repräsentiert er 133 Einrichtungen der stationären, teilstationären und ambulanten Kinder-und Jugendhilfe in Bayern.

Zielgruppe

Im Rahmen der Jugendhilfe nach §27 i.V.m. § 30, §34, § 42 bzw. 41 SGB VIII betreuen wir jungen Menschen mit und ohne Flucht- und Migrationshintergrund, die besonderen Schutz benötigen. Zudem können wir ein dreimonatiges Clearing zur Bedarfsfeststellung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge anbieten, die erst kürzlich in Deutschland eingereist sind

Ziele

Die übergeordneten Ziele der Betreuung sind die Integration in den Sozialraum, die Erarbeitung realistischer Lebensperspektiven, die schulische und berufliche Integration sowie die Hinführung zu einem selbständigen sowie eigenverantwortlichen Leben.

Team

Unsere pädagogischen Fachkräfte sind aus den Bereichen Sozialpädagogik, Erziehungswissenschaften, Psychologie oder haben in fachverwandten Sparten ein Studium oder eine Ausbildung abgeschlossen. Bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern legen wir großen Wert auf einen einfühlsamen Umgang und interkulturelle Kompetenzen.

Das Konzept

Uns ist es besonders wichtig mit den uns anvertrauten Jugendlichen Ziele für die Zukunft gemeinsam zu erarbeiten und den Alltag partizipativ zu gestalten. Durch Hoffnung, Kreativität und in guter Kooperation im täglichen Handeln unterstützen wir die Jugendlichen dabei Lösungen für ihre Herausforderungen zu finden. Bei dieser Arbeit stützen wir uns auf drei wichtige Säulen.

Bindung & Exploration

Eine sichere Bindung ist fundamental für eine sozio-emotionale Entwicklung. Diese sichere Basis schafft die Voraussetzung auch in schwierigen Situationen die Umwelt zu erkunden und Neues zu probieren. In unserer pädagogischen Arbeit nutzen wir Alltagssituationen, um die Bindung zu stärken. Dafür bieten sich beispielsweise folgende Tätigkeiten an: Wäsche waschen, gemeinsames Kochen, Putzen und Einkaufen, Freizeitgestaltung und Ausflüge und Einzelgespräche.
Es ist uns wichtig, dass die Jugendlichen untereinander in Kontakt kommen und eine Bindung und einen Zusammenhalt aufbauen. Dies fördern wir durch gemeinsame Aktivitäten wie Feste feiern, Gruppenbesprechungen und Ferienfreizeiten.
Besonderen Wert legen wir auf eine konstruktive und tragfähige Beziehungsgestaltung im Rahmen der Bezugsbetreuerarbeit. Aus dieser Beziehungsarbeit ergeben sich dann verbindliche Orientierungspunkte, welches ein Gefühl von Sicherheit und Verlässlichkeit vermitteln.

Empowerment & Ressourcenstärkung

Uns ist es sehr wichtig, dass alle Jugendlichen ihre eigenen Stärken kennen lernen und diese nutzen. Daher achten wir bei unserer pädagogischen Arbeit darauf, die Jugendlichen immer wieder vor außergewöhnliche und herausfordernde Situationen zu stellen.

Durch diese pädagogischen Abenteuer entstehen Fähigkeiten, die vorher gar nicht bewusst waren oder sich neu entwickeln. Diese Abenteuer gelinden u. a.  durch den eigenen Einsatz und durch die Beteiligung der Gruppe. Sie können im Bereich Natur, Sport, Musik, Kultur und Tanz geschaffen werden.

Partizipation und systemischer Kontext

Die Jugendlichen werden bei allen Entscheidungsprozessen, die das Zusammenleben in der Gruppe oder sie selbst betreffen, miteinbezogen. Dabei ist es vor allem wichtig auch den Kontext der Jugendlichen zu beachten. Um hier eine Professionalisierung zu erreichen, haben wir ein systemisch orientiertes Fortbildungscurriculum entwickelt, welches alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchlaufen. In unserer pädagogischen Arbeit ist uns dabei wichtig:

  • Kontakte im Sozialraum zu fördern und alle Beteiligten in den Gruppenalltag miteinzubeziehen
  • Reale und imaginative Stärken der einzelnen Familienmitglieder nutzbar zu machen
  • schulische und berufliche Perspektiven zu fördern
  • Wissen über „Leben in der Bürokratie“ zu vermitteln

Unser Auftrag

Für uns steht die Sicherung des physischen, psychischen und emotionalen Wohls im Mittelpunkt der pädagogischen Betreuung.

Hierzu gehört unter anderem:

  • die psycho-emotionale Stabilisierung
  • das Entwickeln von realistischen Zukunftsperspektiven
  • Unterstützung und Begleitung der Jugendlichen im lebenspraktischen Bereich
  • medizinischen Abklärung und Versorgung
  • die Aufarbeitung traumatischer Fluchterlebnisse durch unseren psychologischen Fachdienst und ggf. externe Therapeuten
  • Unterstützung bei der Kontaktaufnahme zu Familienangehörigen und ggf. Einbezug in einen Beratungsprozess
  • Stabilisierung der Beziehung zu den Herkunftsfamilien

Ein weiterer Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit ist die Unterstützung bei der schulischen, sozialen und kulturellen Integration:

  • Unterstützung in allen schulischen Angelegenheiten
  • Förderung beim Erlernen der deutschen Sprache
  • berufliche Orientierungshilfe
  • Begleitung zu Behörden
  • Begleitung in asylrelevanten Angelegenheiten in Zusammenarbeit mit den Vormünder
  • Einübung sozialer Kompetenzen im Rahmen der Gruppengemeinschaft und bei den unterschiedlichen Außenkontakten
  • Kennenlernen der örtlichen Vereine und Initiativen für sportliche und kulturelle Aktivitäten
  • Auseinandersetzung mit kulturellen Unterschieden zwischen Deutschland und ihrem Heimatland
  • Gruppenpädagogische Angebote
  • Casemanagement

Betreuungsmodelle

Wir bieten für jede Situation das richtige Betreuungsmodell.

Im Juni 2016 hat die sozialpädagogische Wohngruppe in der Altstadt von Wolfratshausen eröffnet. Dort werden zwölf männliche Jugendliche und junge Erwachsene mit und ohne Flucht- und Migrationshintergrund im Alter zwischen 14 und 21 Jahren betreut. Ein dreimonatiges Clearing für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zur Bedarfsfeststellung ist möglich.

Einrichtung
Die Wohngruppe ist in einem denkmalgeschützten Gebäude in der Altstadt von Wolfratshausen untergebracht. Die zentrale Lage ermöglicht es, viele Erledigungen wie Einkaufen, Behörden- oder Arzttermine zu Fuß oder mit dem Fahrrad durchzuführen. Auch die Berufsschule ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. 400 qm bieten viel Platz für gemeinschaftliches Leben und individuellen Rückzug. Acht Jugendliche wohnen in Einzelzimmern, vier Jugendliche teilen sich zwei großzügige Doppelzimmer. Eine große Wohnküche ermöglicht gemeinsames Kochen sowie Essen und stellt den Mittelpunkt des Gruppenlebens dar. Im Hof kann im Sommer Basketball oder Tischtennis gespielt werden. Ein Teil des Gebäudes wird von der „Schule der Phantasie“ für verschiedene Kunstkurse genutzt.

Team
Das Team setzt sich aus einer Einrichtungsleitung, dem psychologischen Fachdienst und pädagogischen Fach- und Hilfskräften zusammen. Die Jugendlichen werden rund um die Uhr von pädagogischen Fachkräften betreut. Dabei wird jedem Jugendlichen eine Bezugsbetreuerin oder ein Bezugsbetreuer zur Seite gestellt. Eine Hauswirtschafterin und ein Hausmeister unterstützt bei der Anleitung der Jugendlichen im lebenspraktischen Bereich.

 

Einrichtungsleitung
Harald Beilhack
harald.beilhack@jonasbetterplace.com

Stellvertr. Einrichtungsleitung
Carolina Ehret
caro.ehret@jonasbetterplace.com

Im Mai 2015 hat die sozialpädagogische Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Ingolstädter Stadtteil Mailing-Feldkirchen eröffnet. Der Träger der Einrichtung war die „Das Deutsche Schülerstipendium Stiftungs gGmbH. Am 01.04.2018 über die Jonas Better Place Stiftung gGmbH die Trägerschaft. Dort werden zwölf männliche Jugendliche und junge Erwachsene mit und ohne Flucht- und Migrationshintergrund im Alter von 14 bis 21 Jahren betreut. Ein dreimonatiges Clearing für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zur Bedarfsfeststellung ist möglich.

Einrichtung
Die Wohngruppe ist in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Mailing-Feldkirchen untergebracht, in welchem eine dorfähnliche Struktur gegeben ist. Die Bewohner sind in die Gemeinschaft des Stadtteils mit eingebunden und nehmen an Festen und Feiern der verschiedenen Vereine (Feuerwehr, Burschenverein, Fußballverein etc.) teil. Die Berufsschule und weitere Schulen sind gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. 250 qm ermöglichen ein Wohnen mit Raum zur freundschaftlichen Begegnung, wie auch zum individuellen Rückzug.

Die Bewohner sind jeweils in Doppelzimmern untergebracht. Eine große Küche mit Tresen macht gemeinschaftliches Kochen möglich, im angrenzenden Esszimmer und im gemütlichen Wohnzimmer findet hauptsächlich das Gruppenleben statt. Im 60 qm großen Freizeitkeller haben die Jugendlichen die Möglichkeit, sich auszutoben und Angebote wie Tischtennis, Kicker oder kreative Kunstkurse wahrzunehmen. Im Haus gibt es eine umfassend eingerichtete Werkstatt, welche den Bewohnern die Möglichkeit bietet, selbstständig oder unter Anleitung Reparaturen am Fahrrad oder sonstige Kleinreparaturen zu verrichten.

Team
Das Team setzt sich aus einer Einrichtungsleitung, dem psychologischen Fachdienst, pädagogischen Fach- und Hilfskräften und einem Koch sowie Hausmeister zusammen. Die Jugendlichen werden rund um die Uhr an 365 Tagen betreut. Jedem Bewohner wird in seiner Entwicklung von einer Bezugsbetreuerin oder einem Bezugsbetreuer unterstützt, gefordert und gefördert.

Einrichtungsleitung
Kathrin Habermayr
kathrin.habermayr@jonasbetterplace.com

Stellvertretende Einrichtungsleitung

Sandra Ridder
sandra.ridder@jonasbetterplace.com

Einrichtungsleitung
Kathrin Habermayr
kathrin.habermayr@jonasbetterplace.com